Die Endrundenteilnehmer*innen 2018-06-25T14:12:59+02:00

 

Die Endrundenteilnehmer*innen des Wettbewerbs “Klassensprecher*in des Jahres”

Esja: Das macht mega Spaß!

„In einer Gemeinschaft zusammenhalten“, das bedeutet das Amt der Klassensprecherin für Endrundenteilnehmerin Esja. Sie besucht die 9.1 der Karl-Schwitters-Schule in Prenzlauer Berg. Seit zwei Jahren vertritt sie die Interessen ihrer Mitschüler*innen. Aber nicht nur als Klassensprecherin, Esja ist auch Jahrgangssprecherin und Projektleiterin für die Projektwoche. In dieser dürfen Schüler*innen selbst bestimmen, was sie machen. Leichter gesagt, als getan, denn organisieren müssen sie die Aktivitäten auch. Das war bisher die größte Herausforderung für Esja als Klassensprecherin. Aber die Aufgaben machen ihr auch „mega Spaß“!

Und Esja ist mega mutig. Man muss schon den Hut vor ihr ziehen, wenn man hört, wie sie sich für Mitschüler*innen einsetzt, die von Lehrern beleidigt werden. Als Klassensprecherin hat sie gelernt, in solchen und anderen Situationen mehr Verantwortung zu übernehmen.

Rufus: Debattieren auf Augenhöhe

Schon zwei Mal wurde der Achtklässler Rufus (Beethoven-Gymnasium in Steglitz) einstimmig zum Klassensprecher gewählt. Das allein ist schon besonders. Mindestens genauso beeindruckend ist, wie er damit umgeht: Er ist nämlich der Meinung, dass er gar nicht der beliebteste in der Klasse ist.

Wenn man Rufus, den Klassensprecher, kennen lernen möchte, fragt man ihn am besten, wie er andere motivieren würde, als Klassensprecher zu kandidieren: „Ihr  könnt vor allem einmal ohne jedes Risiko so richtig mit euren Lehrer*innen debattieren und diskutieren.“  Rufus liebt es, Debatten zu führen. „Aber das Beste ist, dass ihr im Team Projekte umsetzen könnt, um die Schule zu verbessern. Außerdem ist der größte Lohn die Anerkennung und Freude eurer Mitschüler*innen.“

Seine Klassenlehrerin meint, dass Rufus alle Kriterien erfüllt, die einen hervorragenden Klassensprecher auszeichnen. Dazu gehört auch sein Einsatz für Benachteiligte. Er würde mit Mobbing-Opfern viel Zeit verbringen, um sie nicht alleine zu lassen.

Hanna: Vertraut uns!

Hanna ist im Hintergrund.

Hanna wünscht sich von Lehrer*innen: „Vertrauen und die Möglichkeit, Dinge selbstständig zu organisieren.“ Und Hanna selbst ist der beste Beweis dafür, dass man jungen Menschen dieses Vertrauen schenken kann. Auf Eigeninitiative hat die Neuntklässlerin ein Gremium ins Leben gerufen, das die Verabschiedung des Schulhausmeisters plant! Daneben hat sie auch schon eine ganze Menge anderer Dinge organisiert: einen Wandertag, Kuchenverkauf und Aufgaben für die Klassenfahrt.

Hanna geht aufs Eckener-Gymnasium in Tempelhof-Schöneberg. Wie beliebt sie in ihrer Klasse ist, zeigte die Klassensprecherwahl: Das war sie nämlich nicht mal anwesend und wurde trotzdem gewählt.

Laut Hanna sorgen Klassensprecher*innen für das „Wohl“ der Mitschüler*innen, indem sie versuchen, alle Interessen zu vertreten. Dafür hält sie auch bewusst mit den Mitschüler*innen Kontakt, mit denen sie eigentlich gar nicht so viel zu tun hat. Was für ein vorbildliches Selbstverständnis als Volksvertreterin!

Leonie: Für das Glück der Mitschüler*innen

„Leonie hat das gewisse Feeling, Stimmungslagen innerhalb der Klasse, die der Lehrerschaft meistens verborgen bleiben, nicht nur zu erkennen, sondern durch äußerst geschickte Fragestellungen zu vermitteln“, lobt Leonies Klassenlehrerin. Während Leonie seit vier Jahren ununterbrochen Klassensprecherin ist, wechseln die zweiten Klassensprecher*innen an ihrer Seite von Jahr zu Jahr. „Grüner Campus Malchow“ heißt Leonies Schule in Lichtenberg. Dort besucht sie die 10. Klasse.

Im letzten Winter organisierte Leonie einen Info-Tag für über 1.000 Schüler*innen für das Projekt „Deckel drauf“. Sie legte der Schulleitung einen fertigen Ablaufplan für alle Klassen vor, delegierte Aufgaben und moderierte. Bis heute wurden an der Schule ca. 63.000 Plastik-Flaschendeckel gesammelt, wodurch 126 Impfdosen gegen Kinderlähmung finanziert werden konnten! Klassensprecherin zu sein, bedeutet also auch Arbeit. „Aber die Anerkennung, der Respekt, der Spaß und vor allem die glücklichen Gesichter unserer Mitschüler*innen geben einem ein unbeschreibliches Gefühl“, erklärt Leonie.

Melissa: Eine Vermittlerin mit Witz und Feinfühligkeit

Eine Schülerin wie Melissa zu haben, ist eine Ehre für jede Schule. Der Robert-Jungk-Oberschule in Charlottenburg- Wilmersdorf kommt diese Ehre zuteil. Warum es eine Ehre ist? Melissa vermittelt, vertritt, hört zu, organisiert und ist dabei auch noch echt lustig. Ihre Ethiklehrerin schwärmt davon, wie die Achtklässlerin als Moderatorin der schulischen Talentshow das Publikum minutenlang zum Lachen brachte. Das meiste davon spontan und improvisiert!

Melissa war auch Dreh- und Angelpunkt bei der Planung und Durchführung der Lesenacht in der Schule, sie sitzt in der Gesamtkonferenz und den Fachbereichskonferenzen für Biologie und Ethik. Am meisten Spaß macht ihr das Aushandeln und Organisieren sowie die Freude über positive Veränderungen, die sie in Gang setzte.

Melissa ist der Meinung, dass man als Klassensprecherin*in die verschiedensten Vorschläge annehmen sollte, auch wenn man sie selbst nicht für geeignet hält. Entscheiden soll dann die Mehrheit. Melissas größte Stärke ist es wahrscheinlich, dass sie es schafft, verschiedene Seiten an einen Tisch zu bringen, dafür zu sorgen, dass sie fair miteinander umgehen und sich auf Kompromisse einlassen.

Nuur: Das Licht der Klasse 7b

Nuur ist der 3. von links.

Da steht der junge Siebtklässler mit Karteikarten vor seinen neuen Mitschüler*innen und hält eine freie Rede bei der Wahl der Klassen-sprecher*innen. Dabei wirkt er weder überheblich noch unglaubwürdig. Das war Anfang des Schuljahres. Es war klar, wie die Wahl ausfällt.

Doch Nuur ist nicht allein Klassensprecher, dieser feine Kerl wurde auch noch Jahrgangssprecher und sitzt im Bezirksschülerausschuss. Der stellvertretende Schulleiter der Neuköllner Röntgen-Oberschule kann sich nicht daran erinnern, dass er mal einen so jungen Teilnehmer an der Schulkonferenz erlebte. Viele schätzen Nuurs große Ehrlichkeit. Das haben auch wir bemerkt: Als seine größte Herausforderung gibt er an, mit der Klasse den Raum zu wechseln, weil es dann oft zu laut wird. Für Nuur hat das Amt des Klassensprechers viel mit Demokratie zu tun, „denn fast immer mache ich das, was die Mehrheit will, auch wenn ich eigentlich dagegen bin.“ Seine Lehrerin weiß, was sie an ihm hat: „Nuur ist für uns, was sein Name ausdrückt: Das Licht unserer Klasse.“

Von Null auf Hundert: Asmas Fulltimejob

Die Neuntklässlerin Asma ist erst seit fünf Jahren in Deutschland, aber schon seit der 7. Klasse Klassensprecherin an der Jean-Krämer-Sekundarschule in Reinickendorf! So viel zum Thema: Integrationswille von Geflüchteten. Asma ist der Meinung, dass man als Klassensprecherin neue Kontakte gewinnt, selbstbewusster und verantwortungsvoller wird. Auch anderen kann sie nur empfehlen, einmal Klassensprecher*in zu werden.

Man muss sich ja nicht gleich an so vielen Stellen wie Asma engagieren. Das wäre auch schwierig, denn Asma sitzt in der Gesamtschülervertretung, ist Mitglied der Schulkonferenz, muss öfter Mal übersetzen, ist in der Schülerfirma aktiv, Mediatorin und, und, und. Kurz gefasst: Asma macht einen Fulltimejob. Aber das Ganze macht ihr gleichzeitig ne Menge Spaß. Sie findet es einfach schön, wenn sie mitbestimmen darf und ihre Meinung zählt. Natürlich bemüht sie sich auch darum, die Interessen von denjenigen zu vertreten, die andere Meinungen haben. Wie sie das macht? Sie stellt sich vor, wie es wäre, wenn ihre eigene Meinung nicht beachtet werden würde.

Rocco: 100% Leidenschaft für die Mitschüler*innen

Es gibt nicht viele Schüler, die in der 9. Klasse bereits Schulsprecher sind. Rocco ist einer von ihnen. Die Klassen- und Kursvertreter*innen des Wilhelm-von-Siemens-Gymnasiums in Marzahn-Hellersdorf haben Rocco zu ihren Vertreter gewählt. Eine gute Entscheidung, denn jemand, der es schafft das Verständnis dieses Amtes so gut auf einen Punkt zu bringen, führt es bestimmt auch super aus: „Es ist eine Kombination aus Engagement, Kreativität und Verantwortung.“ Und es ist Roccos Leidenschaft! Das merkt man schnell. Seine Klassenlehrerin sagt über Rocco: „Mit sehr viel Feingefühl vermittelte er zwischen Schülern, wenn es Probleme gab und stellte sich klar gegen Mobbingvorfälle im Klassenchat.“

Rocco versteht die Tätigkeit als Klassensprecher weniger als Einzel- denn als Teamarbeit. Er ist froh, dass er mit seinen Stellvertretern ein gutes Team bildet und jeder seine eigene Perspektive miteinbringt. Darüber hinaus zählt er auch auf jede*n einzelne*n Schüler*in seiner Klasse: „Man versucht als Koordinator insbesondere bei schulischen Wettbewerben alle Talente der Klasse zu vereinen, um somit zu einem tollen Ergebnis zu gelangen.“ Wie bei der Klassenfahrt, die er maßgeblich organisiert hat. Hier musste er stundenlang zwischen den Interessen der Lehrer*innen, Eltern und Mitschüler*innen verhandeln. Am Ende wurde eine Reise geplant, auf die sich alle freuen.

Tara: Gewinnen für die ganze Klasse

Endlich der Klasse mal was zurückgeben! Das war Taras Motivation, sich bei dem Wettbewerb zu bewerben. Schließlich ist der erste Preis eine gesponserte Klassenfahrt und der zweite Chucks für alle Mitschüler*innen in der Klasse. Der Titel steht für die Neuntklässlerin der Lichtenberger Mildred-Harnack-Schule gar nicht so sehr im Mittelpunkt. Da verwundert es kaum, dass Tara auch manchmal die Bedürfnisse ihrer Klasse über ihre eigenen stellt.

Als Klassensprecherin möchte sie die Schule zu einem „besseren Ort für alle machen.“ Ihre Klassenlehrerin schwärmt davon, wie es Tara schafft, ihre Mitschüler*innen immer wieder so zu organisieren und zu motivieren, dass die Klasse selbst bei freiwilligen Aktionen komplett auftritt und mithilft. Es kann gut sein, dass es daran liegt, dass Tara ihren Mitschüler*innen immer ein offenes Ort schenkt. Jede Meinung ist für sie gleich viel Wert. Das merken die Jugendlichen und geben ihr gerne etwas zurück.

Meryem: Nicht nur im Notfall für die Klasse da

Wovon Politiker*innen nur träumen können: Meryem wurde von ihren Mitschüler*innen der 9c einstimmig zur Klassensprecherin gewählt. Sie wissen halt, dass sie sich voll und ganz auf sie verlassen können. Als freiwilliges Mitglied des Erste-Hilfe-Teams des Neuköllner Albert-Schweitzer-Gymnasiums hilft sie sogar im Notfall. Bei Meryem kann man sichergehen, dass sie alles tut, um zu helfen. Ihre Lehrerin mag ihre ruhige und besonnene Art.

Als Klassensprecherin möchte Meryem die Stimme ihrer Klasse sein und das Gerechtigkeitsgefühl ihrer Mitschüler*innen fördern. Meryem glaubt, dass man im Dialog für jedes Problem eine Lösung oder einen Kompromiss finden kann. Feedback sieht sie als eine Belohnung für die harte Arbeit. Auch wenn es manchmal anstrengend ist, eigentlich ist es eine einzigartige Erfahrung, Klassensprecherin zu sein. Am meisten Freude bereitet es ihr, „dass sie am Ende des Tages weiß: ich habe jemanden glücklich gemacht.“

Kontakt: Klassensprecher des Jahres

Prinzregentenstr. 43, 10715 Berlin

Phone: 030 23 94 07 35

Mobile: 01766 98 99 077

Web: Besuchen Sie unsere Seite

Scroll Up