Endrunde Berlin

Folgende zehn Klassensprecher*innen haben es in die Endrunde geschafft.

Ekin Uckun

Ekin Uckun

14 Jahre, Europäisches Gymnasium Bertha von Suttner (Reinickendorf)

Die Neuntklässlerin des Europäischen Gymnasiums Bertha von Suttner wurde bereits in der siebten Klasse zur Klassensprecherin gewählt. Sie zeichnet sich als Kommunikationstalent aus und wird selbst von ihrem Klassenlehrer als „argumentativ stark“ und mit einem offenen Ohr für jeden, beschrieben. Ekin vermittelt ihren Mitschüler*innen stets ein Gefühl von Zusammengehörigkeit. Auch in ihrem Freundeskreis sei sie diejenige, „an die man sich wendet, wenn man Probleme hat“. In der Corona-Krise hilft sie sowohl ihren Klassenkamerad*innen bei Fragen zur gegenwärtigen Situation und bringt auch ihre Lehrer ins Bild über die Situation im Home-Schooling.

Enya Krebs

Enya Krebs

13 Jahre, Archenhold Gymnasium (Treptow-Köpenick)

Enya ist nicht etwa Klassensprecherin geworden, weil sie ihren Beliebtheitsgrad unter den Mitschülern erfahren wollte. Nein, ihr geht es um die Unterstützung von anderen. Sie ist froh, dass sie es bisher noch nicht mit Mobbingfällen in ihrer Amtszeit zu tun hatte. Das kann auch ruhig so bleiben.
Die junge Schülerin wünscht sich, dass Lehrer*innen und Schuleiter*innen ihren Schüler*innen Aufmerksamkeit schenken. Sie sollten gut zuhören und auf ihre Fragen eingehen. Auf die Frage, welches zusätzliche Schulfach es geben sollte, antwortet Enja mit „Werken“. So würden junge Menschen lernen, „handwerklich etwas zu machen.“

Fridolin Kosslick

Fridolin Kosslick

15 Jahre, Paula-Fürst Gemeinschaftsschule (Charlottenburg-Wilmersdorf)

Weil er mit dem Klima in der Klasse unzufrieden war, wollte Fridolin bereits in der dritten Klasse etwas ändern. Er ließ deshalb sich zum Klassensprecher wählen. Für den Schüler der Paula-Fürst-Gemeinschaftsschule ist es besonders wichtig, dass sie alle in der Klassengemeinschaft wohlfühlen. Beispielsweise setzte er sich in der Vergangenheit für eine Schülerin ein, die aufgrund ihrer Behinderung in der Klasse gemobbt wurde. Auch in der Corona-Krise kommuniziert er Probleme an die Lehrer, die von anderen Schüler*innen an ihn herangetragen werden.

Jeremy Jarsetz

Jeremy Jarsetz

17 Jahre, Georg-Klingenberg-Schule (Marzahn-Hellersdorf)

Jeremy ist nicht nur seit vier Jahren Klassensprecher, sondern gleichzeitig auch Schulsprecher, Schiedsrichter und Jugendtrainer im Fußball. Hut ab, das ist ne Menge Ehrenamt! Der Zehntklässler der Klingenberg-Schule wird immer wieder von seinen Mitschüler*innen zum Klassensprecher gewählt, denn für ihn ist es wichtig, dass die Meinung seiner Klassenkamerad*innen gehört werden. Dabei geht er auch auf Mitschüler*innen zu, die eher zurückhaltend sind, um auch ihre Anliegen zu hören. Neben seiner Tätigkeit als Klassensprecher, engagiert sich Jeremy zusätzlich in der Gesamtschüler-Vertretung (GSV). Durch seine Arbeit als Klassensprecher und in der GSV erfährt er gelebte Demokratie.

Joey-Bess Braune

Joey-Bess Braune

15 Jahre, Johann-Julius-Hecker-Schule (Marzahn-Hellersdorf)

Überwältigend war laut Klassenlehrer Herr Fischer das Votum für Joey als Klassensprecherin. Für Joey ist das A und O des Amts: Vertrauen. Wenn dieses unter den Mitschülern*innen vorhanden ist, macht es richtig Spaß. Manchmal muss Joey als Klassensprecherin steinige Wege beschreiten, aber sie nimmt sich vor, nie aufzugeben. Ihre Arbeit hat Erfolg: Einmal herrschte richtig dicke Luft zwischen der Klasse und einen Fachlehrer. Da hat Joey ein offenes, vertrauensvolles Gespräch mit dem Lehrer organisiert und beide Seiten haben sich ausgesprochen. Dabei hat Joey die Anliegen vieler Schüler vorgetragen. Seit dem Treffen klappt es richtig gut mit dem Lehrer. Joey besucht zusätzlich auch die Sitzungen des Bezirksschüler*innenausschuss.

Newal Bayrak

Newal Bayrak

13 Jahre, Carl von Ossietzky Gymnasium (Pankow)

Gleichberechtigung ist für Newal eine Herzensangelegenheit. Als Klassensprecherin am Carl von Ossietzky Gymnasium hat sie allerhand zu tun, denn die Achtklässlerin hat sich den Kampf gegen Sexismus, Diskriminierung, Homophobie und Rassismus auf die Fahne geschrieben. „Öfters muss man die Schüler gar nicht genau kennen, um ihnen zu helfen. Man muss einfach nur das Problem kennen“, sagt sie.
Wenn es nach ihr gehen würde, sollte es ein Schulfach Demokratie geben, in dem die Prävention von diesen Themen gelehrt wird. In Zeiten von Corona schlichtet sie Probleme und Streitigkeiten per WhatsApp oder Face Time. Neben ihrer Tätigkeit als Klassensprecherin, engagiert sie sich zusätzlich im Bezirksschüler*innenausschuss (BSA).

Sahan Ali Kaya

Sahan Ali Kaya

15 Jahre, Heinrich Mann Schule (Neukölln)

Klassensprecher zu sein bedeutet für den Neuntklässler der Heinrich Mann Schule vor allem eins: „Man ist zwar nicht mehr wert als die anderen Mitschüler, aber man hat mehr Verantwortung.“ Sahan setzt sich für seine Mitschüler*innen ein, auch wenn dies bedeutet, mal in Unstimmigkeiten mit den Lehrkräften zu treten. Besonders die schüchternen und zurückhaltenden Schüler*innen hat er im Blick, da er nicht möchte, dass sich jemand allein gelassen fühlt. Neben der Schule engagiert sich Sahan in der örtlichen Moschee, indem er beim Tee kochen hilft oder mit sauber macht.

Susanne Gericke

Susanne Gericke

17 Jahre, Fritz-Reuter-Oberschule (Lichtenberg)

Bereits das zweite Jahr in Folge führt Susanne das Amt der Klassensprecherin aus. Die Zehntklässlerin der Fritz-Reuter-Oberschule lässt sich „von niemanden unterbuttern“ und stellt sich selbstbewusst vor ihre Mitschüler*innen. Wenn sie Mobbing bemerkt, geht sie dazwischen.
Wie clever und sensibel Susanne als Klassensprecherin handelt, zeigt sie hier: „Ich hatte ich mal einem Jungen auf dem Pausenhof meine Nummer in seinen Rucksack gesteckt, weil ich gemerkt habe, dass er geärgert wird. Auf dem Zettel stand, dass er sich gerne bei mir melden kann, wenn er möchte. Er hat mir dann sogar tatsächlich zurückgeschrieben und sich für meine nette Geste bedankt.“

Tanith Mikus

Tanith Mikus

13 Jahre, Reinhold-Burger-Schule (Pankow)

Andere Meinungen anhören, respektieren und sich daraus eine gerechte, eigene Meinung bilden – das ist die Vorgehensweise von Tanith. Der Siebtklässler der Reinhold Burger Schule war bereits in der Grundschule Klassensprecher und führt sein Amt nun weiter. Seine Lehrerin Frau Haas erzählt, wie Tanith Klassensprecher wurde: „Mit Biss, sprachlicher Gewandtheit, einer Portion Kreativität und Charme konnte Tanith das Publikum für sich gewinnen.“
Klassensprecher zu sein hat für ihn auch etwas mit Demokratie zu tun, da Entscheidungen zusammen im Klassenverband diskutiert und beschlossen werden. Da in der Corona-Krise viele seiner Mitschüler*innen mit der Anzahl an Hausaufgaben überfordert waren, handelte er mit seinem Lehrer einen Kompromiss aus.

Wir bedanken uns bei allen Bewerber*innen für ihr Engagement. Nicht immer kriegen die geeignetsten Klassensprecher*innen auch die meisten Stimmen. Bitte macht weiter so, ihr seid großartig!

Adresse

empati gGmbH

Prinzregentenstr. 43

10715 Berlin

Telefon: 030 23 590 523

E-Mail: wettbewerb@klassensprecher-des-jahres.de

Macht mit und wählt eure Favorit*innen!

 

 

Klassensprecher*in des Jahres, c/o empati gGmbH © 2020