Endrunde Brandenburg

Folgende zehn Klassensprecher*innen haben es in die Endrunde geschafft. 

Andrea Bauman

Andrea Bauman

16 Jahre, Karl-Liebknecht Gymnasium (Frankfurt Oder)

Schon komisch, wenn man eine Zehntklässlerin als Routinierin bezeichnet. Aber in Sachen Klassensprecherin ist Andrea das ohne Zweifel. Schließlich war sie bereits in der dritten Klasse die Interessensvertreterin ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler. „Klassensprecherin zu sein, bedeutet für mich, die rechte Schulter von jedem einzelnen Mitschüler zu sein“, erklärt die Schülerin des Karl-Liebknecht-Gymnasiums in Frankfurt (Oder). Wenn Andrea wählen könnte, welches zusätzliche Unterrichtsfach es geben dürfte, wäre es „Menschenrechte“. So würde jeder lernen, dass jeder die gleichen Rechte hat, egal ob arm oder reich, schwarz oder weiß, dick oder dünn. Neben des Amts der Klassensprecherin ist sie noch Mitglied der Schülerkonferenz, Elternkonferenz, UNESCO-Team, Kreisschülerrat, Kreisschulbeirat und im Landesschülerrat.

Isabel Schulz

Isabel Schulz

15 Jahre, Otfried-Preußler Oberschule (Großbeeren)

Isabel ist jetzt zum dritten Mal Klassensprecherin an der Otfried-Preußler Oberschule in Großbeeren. Zudem ist sie Mitglied des obersten Gremiums der Schule: der Schulkonferenz. Isabels Klassenlehrerin kann sich noch gut erinnern, wie in der 7. Klasse alles begann: „Zuvor (vor der Wahl) hatte sich Isabel besonders in unserem regelmäßig durchgeführten Klassenrat mit viel Feingefühl eingebracht, ihre Meinung mit einem gesunden Maß an Ernsthaftigkeit in Diskussionsrunden geäußert, Stellung bezogen und lösungsorientiert argumentiert. Sicherlich fiel es auch deshalb einem Großteil der Klasse, sowohl den Jungen als auch den Mädchen, leicht, ihre Stimme für Isabel abzugeben.“
Manchmal ist für Isabel gar nicht so einfach, neutral zu sein. Aber Isabel hält sich daran. Als es einmal einen Konflikt zwischen einer Fachlehrerin und der Klasse gab, hat Isabel mit ihrer Klassenlehrerin einen Stuhlkreis organisiert und das Problem wurde gelöst.

 Kevin Gumprecht

Kevin Gumprecht

17 Jahre, Gesamtschule Petershagen (Etershagen)

Kevin ist nicht nur Klassensprecher, ist er auch Schulsprecher. Am besten versteht man den Klassensprecher Kevin, wenn man seine Vision liest: „Wir junge Menschen verbringen so viel Zeit in unserer Schule. Daher müssen wir uns dort auch wohl fühlen. Als Klassen- oder Schülersprecher*in kann man dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Das Amt bringt zwar viel Verantwortung mit sich, doch wenn es in meiner Verantwortung liegt, die Schule durch die kreativen Ideen meiner Mitschüler*innen zu einem Wohlfühlort zu gestalten, dann erfüllt es einen mit Freude diese Möglichkeit zu haben.“
Einer seiner größten Herausforderungen war es, dass es Essen in der Schulmensa zu reformieren. Dafür setzte er sich in verschiedenen Sitzungen mit der Schulleitung und dem Geschäftsführer des Catering-Service ein.

Lilly Kokot

Lilly Kokot

17 Jahre, Gesamtschule Petershagen (Etershagen)

Aller Anfang ist schwer. In den ersten Wochen als Klassensprecherin an der Gesamtschule Petershagen hat sich Lilly einige Kritik anhören müssen. Das war aber schon bald Vergangenheit und die Mitschülerinnen und Mitschüler lobten Lilly über den Klee für ihren Einsatz im Namen der Klasse. Menschenkenntnis, das macht Lilly aus und das ist auch das Besondere, was man ihrer Meinung nach als Klassensprecherin lernt.
Lillys Tutorin lobt: „Ich fand in der Sekundarstufe 1 sehr bemerkenswert, wie gut Lilly die konsequente Leitung ihrer Mitschüler durch das turbulente Abschlussjahr gelungen ist, dabei hat sie stets Kompromisse mit mir als Klassenlehrer bzw. der Schulleitung gefunden.“ Lilly führt das Amt auch alles andere als naiv aus. Sie weiß, dass sie längere Gespräche mit den Mitschülerinnen und Mitschülern führen muss, die sie nicht so gut kennt.

Lisa Hoffeins

Lisa Hoffeins

14 Jahre, Ernst-Haeckel-Gymnasium (Werder, Havel)

Lisa wusste schon in der ersten Klasse ganz genau, dass sie mal Klassensprecherin werden will. In der vierten Klasse war es dann so weit. Mittlerweile besucht Lisa mit dem Ernst-Haeckel-Gymnasium eine andere Schule, Klassensprecherin ist sie aber geblieben.
Während der Schulschließung im Zuge der Corona-Prävention war sie im ständigen Austausch mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern. Ihre Lehrerin weiß, wie Lisa ihre Mitschülerinnen und Mitschüler immer wieder mitzieht: Mit Charme macht sie ihnen schon mal eine klare Ansage.
Von Lehrerinnen und Lehrern wünscht sie sich, dass sie wichtige Ansagen für die Klasse auch direkt machen kann und nicht erst warten muss bis zur nächsten Stunde oder den nächsten Tag. Die Anliegen der Schüler brennen Lisa halt unter den Nägeln.

Lucas Hagendorn

Lucas Hagendorn

16 Jahre, Elsterschloss-Gymnasium (Elsterwerda)

Das Elsterschloss-Gymnasium in Elsterwerda kann sich glücklich schätzen, so einen Klassensprecher in ihren Reihen zu haben: Lucas macht sein Sache richtig gut. Zuletzt setzte er sich in der Corona-Krise für eine Mitschülerin ein, die ungerecht benotet werden sollte, obwohl sie eine freiwillige Arbeit einreichte. Lucas hatte Erfolge und das Mädchen sogar Zusatzpunkte!
Für ihn ist es selbstverständlich, ehrenamtlich Klassensprecher zu sein. Er kriegt trotzdem jede Menge zurück: Angefangen bei den vielen Kompetenzen, die er weiterentwickelt bis hin zu Süßigkeiten, die er mal von einer Mitschülerin für seinen Einsatz erhielt. Lucas ist neben vielen anderen Tätigkeiten auch Projektleiter im Rahmen der Schulpartnschaft mit der Davin-Ben-Gurion-Juniohighschool Herzlya in Israel.

Luise Stroisch

Luise Stroisch

16 Jahre, Max Steenbeck Gymnasium (Cottbus)

Cottbuss hat mit Luise vom Max-Steenbeck-Gymnasium ein wahres Ass im Rennen um den Titel Brandenburgs Klassensprecherin des Jahres. „In meinen fünf Jahren als Klassensprecherin konnte ich viele neue Erfahrungen sammeln, Neues ausprobieren, dazu lernen und meinen Horizont erweitern“ erzählt Luise.
Die 16 Jährige steckt voller Ideen, wie Klassensprecherinnen und Klassensprecher von der Schulleitung, der Verwaltung und der Politik unterstützt werden könnten. Eins ist klar, diesem jungen Menschen sollte man zuhören. Deshalb verwundert es nicht, dass ihr Schulleiter sagt: „Am meisten gefällt mir, dass sie absolut konstruktiv ist und wirklich zielführende Ideen zu den unterschiedlichsten Fragen und Problemen hat. Ihre Offenheit und Toleranz gegenüber ihren Mitschülern und dem Kollegium sind dabei eine sehr angenehme Eigenschaft und machen die Zusammenarbeit leicht.“

Maja Schulz

Maja Schulz

14 Jahre, Alexander von Humboldt Gymnasium (Eberswalde)

Maja ist eine echte Frohnatur. Das kriegt man auf Anhieb mit. Ihre Lehrerin lobt, wie Maya Lösungen für Konflikte findet, jüngere Schülerinnen und Schüler begeistert und ständig für alle ansprechbar ist.
Eines der schönsten Projekt für die 14 Jährige war die Organisation des Valentinstag, den sie ins Leben rief: Da wurden Unmengen von Rosen besorgt und es kam bei den Schülerinnen und Schüler super an. Bei der Motto-Party hilft sie freiwillig mit und bei der Lesenacht der Schule liest jüngeren vor. Außerhalb der Schule ist sie u.a. Kanutrainerin und Babysitterin.
Das Schöne an Mayas Schule, dem Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Eberswalde, ist, dass die Klassensprecherinnen und Klassensprecher nicht alleine gelassen werden. Die Schule bietet ihnen ein Seminar für die jungen Interessensvertreterinnen und -vertreter.

Natalie Dobler

Natalie Dobler

15 Jahre, Sportschule Potsdam "Friedrich Ludwig Jahn" (Potsdam)

Natalie ist anfangs in das Amt der Klassensprecherin mehr oder weniger reingestolpert. Grund: Es wollte keiner so richtig. Natalie besucht die Sportschule „Friedrich Ludwig Jahn“ in Potsdam. Sie ist also Wettkämpfe gewohnt. Um auch die Interessen der Schülerinnen und Schüler zu vertreten, mit denen sie sonst nicht so eng verbunden ist, versetzt sich Natalie immer wieder in deren Situation. Das hilft, Empathie zu entwickeln.
„Für mich als stellvertretenden Klassenlehrer wirkt Natalie immer in sich ruhend und hat eine Ausstrahlung, die positiv auf Mitschüler*innen und Lehrer wirkt“, das kann nur einer sagen, der Natalie wirklich kennt. Wenn Natalie anderen schmackhaft machen müsste, selbst Klassensprecherin oder Klassensprecher zu werden, dann würde sie erklären, dass man so die Mitschüler noch besser kennenlernt und viel dazu lernt.

Rio Wischke

Rio Wischke

17 Jahre, Freie Waldorfschule Kleinmachnow (Kleinmachnow)

Freie Waldorfschule Kleinmachnow hat Rio ganz schön was zu verdanken, denn der 17Jährige hat hier die Schülervertretung mitaufgebaut. Respekt! Rio meint, dass man als Klassensprecher viel mehr mitkriegt und steht mitten im Klassengeschehen. Rio verrät, was ihn richtig geholfen hat: „Während meiner Ausbildung zum Schülermediator in den letzten zwei Jahren habe ich viel über Verhalten und Gefühle von Personen gelernt, was mir durchgehend bei meiner Arbeit als Klassensprecher und auch sonst im Leben sehr hilft. Ich kann besser verstehen, warum Personen auf eine bestimmte Art handeln und somit besser reagieren bzw. auf sie eingehen.“
Rio bekleidet das Amt des Klassensprechers, Schulsprechers, ist Redakteur der Schülerzeitung, ist aktiv in der Schülerfirma. Außerhalb der Schule engagiert sich Rio
in der evangelischen Kirche als Teamer im Konfirmandenunterricht und vertritt die Teamergruppe im Gemeindebeirat als Gruppensprecher.

Wir bedanken uns bei allen Bewerber*innen für ihr Engagement. Nicht immer kriegen die geeignetsten Klassensprecher*innen auch die meisten Stimmen. Bitte macht weiter so, ihr seid großartig!

Adresse

empati gGmbH

Prinzregentenstr. 43

10715 Berlin

Telefon: 030 23 590 523

E-Mail: wettbewerb@klassensprecher-des-jahres.de

Macht mit und wählt eure Favorit*innen!

 

 

Klassensprecher*in des Jahres, c/o empati gGmbH © 2020