Der „Klassensprecher des Jahres“ in Brandenburg heißt: Elias Briese
Landesbildungsminister Gordon Hoffmann übergab den Preis, Elias Briese ist Brandenburgs Klassensprecher des Jahres 2026! Der 15-Jährige gewinnt eine Klassenfahrt mit seinen Mitschülern.
Brandenburgs Klassensprecher des Jahres 2026 heißt Elias Briese. Am Dienstag verlieh Schirmherr und Landesminister für Bildung, Jugend und Sport Gordon Hoffmann bei der feierlichen Preisverleihung im Brandenburger Landtag dem 15-Jährigen von der Philipp-Hackert-Oberschule in Prenzlau die begehrte Trophäe. Aus privaten Gründen konnte Elias nicht persönlich anwesend sein.
Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke hieß die acht Finalisten des Wettbewerbs herzlich willkommen. Diese hatten noch einmal die Gelegenheit, sich in Gesprächsrunden der Öffentlichkeit zu präsentieren. Und das machte großen Eindruck und Hoffnung für die Zukunft.
Bildungsminister Gordon Hoffmann gratulierte den Schülerinnen und Schülern: „Das Amt der Klassensprecherin und des Klassensprechers geht mit großer Verantwortung einher. Es braucht Mut, Offenheit und Empathie, um für Mitschülerinnen und Mitschüler sprechen zu können, und es zeigt, wie wichtig Meinungsfreiheit und Teilhabe für die Schulgemeinschaft sind. Herzlichen Glückwunsch!“
Wettbewerbsleiter Chaban Salih: „Das Engagement dieser Jugendlichen ist außergewöhnlich. Jede und jeder von ihnen setzt sich deutlich mehr für die Gemeinschaft ein, als wir Lehrer es erwarten könnten.“
An erster Stelle steht natürlich der Gewinner. Sein Spitzname ist wohl kein Zufall – seine Mitschüler nennen ihn liebevoll den „Klassenpapi“. Dabei waren die Startbedingungen für ihn alles andere als einfach. Die Klasse war laut, hatte große Konflikte mit einem Lehrer, es flogen sogar Stühle. Trotzdem steckte Elias nicht den Kopf in den Sand, sondern arbeitete beharrlich an einem besseren Klima in der Klasse. Mit Erfolg! Die stellvertretende Schulleiterin Thurid Gest schwärmt: „In seiner Rolle als Klassensprecher hat er ein Maß an sozialem Engagement, Empathie und Verantwortungsbewusstsein gezeigt, das weit über das übliche Maß dieses Amtes hinausreicht. Mit seiner Arbeit ist er ein echter Motor für ein positives Miteinander in seiner Klasse und für die gesamte Schule“. Auf der gemeinsamen Klassenfahrt – der diesjährige Hauptpreis – kann die Gruppe mit ihrem „Klassenpapi“ dann noch enger zusammenwachsen.
Auf die Plätze 2 & 3 kamen: Raja Bohnert und Niclas Ludwig
Auf Platz zwei kam die 15-Jährige Raja Bohnert vom Buntstift Gymnasium in Strausberg. Sie sagt: „Dass meine Klasse mich für den Wettbewerb angemeldet hat, ist für mich die schönste Bestätigung dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind – gemeinsam, demokratisch und mit vollem Einsatz für unsere Gemeinschaft.”
Eine Herzensangelegenheit ist für die Leistungssportlerin im Voltigieren der Abbau von Barrieren im Alltag. So berichtet Rajas Lehrerin Anna Koczessa: „Ein herausragendes Beispiel ihres Engagements ist der von ihr initiierte und maßgeblich mitgestaltete Inklusionstag im Rahmen unseres Schuljahresabschlussprojekts. Mit diesem Vorhaben setzt Raja ein deutliches Zeichen für Teilhabe, Chancengleichheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.“ Als Preis hat Raja für ihre Klasse einen Ausflug ins „Tropical Islands“ gewonnen.
Der Drittplatzierte Niclas Ludwig (17 Jahre) vom Ernst-Haeckel-Gymnasium in Werder hat schon früh viel Verantwortung übernommen. In der siebten Klasse war er stellvertretender Schulsprecher. Niclas beteiligte sich an dem Neubau der Aula und hat deren Einweihung moderiert. Mit verschiedenen Ämtern verhandelte er die Anschaffung neuer Launch-Möbel für die Schule.
Für seinen Lehrer Pierre Kabisch zeichnet sich Niclas dadurch aus, dass er Führungsrollen übernehmen kann, sehr zielstrebig Prozesse anstößt, aber auch gleichzeitig in der Lage ist, sich zurückzunehmen. Diese Eigenschaften setzt Niclas nicht nur in der Schule ein: In dem Projekt „Smartphone Café“ unterstützt er ehrenamtlich Senioren dabei, über das Handy Arzttermine zu buchen, E-Rezepte einzulösen oder im Supermarkt Prämienpunkte zu sammeln.
Wir von EMPATI gratulieren allen Teilnehmer:innen! Aus unserer Sicht seid ihr alle Gewinner:innen! Ihr macht Schule besser! Ihr helft, vermittelt, engagiert Euch und gebt Eure Kraft und Ideen für andere! Das finden wir toll – und deshalb hoffen wir auch nächstes Jahr auf rege Beteiligung und ähnlich wundervolle und beeindruckende Bewerbungen!
Als gemeinnützige Initiative EMPATI richten wir die Wahl für Klassensprecher*innen des Jahres in mehreren Bundesländern aus. Mit diesem Projekt soll das herausragende gesellschaftliche Engagement von Klassensprecher*innen bekannt gemacht und gewürdigt werden. Sie sind echte Stützen der Demokratie.
Danke an alle, die diesen Wettbewerb möglich gemacht haben!
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